Neue Heimat für den GASTRONATOR

Der GASTRONATOR ist umgezogen. Ich befinde mich nun nicht mehr bei gastronator.wordpress.com, sondern bei GASTRONATOR.net. Diese Seite wird daher nicht mehr gepflegt werden. Der Grund dafür ist einfach: Nachdem die Zugriffszahlen zu meinem persönlichen Futter-Blog immer weiter angestiegen sind, möchte ich das Blog gerne flexibler nutzen können als das bei wordpress.com möglich war. Willkommen auf der neuen Seite!

Schnitzelabend im Stephans Eck

Wieder einmal traf sich die illustre BMI-Tuning-Gruppe aus Hannover, um sich einen Spoiler anzufuttern. Diesmal fiel die Wahl auf das Stephans Eck in der Geiblstraße.

Das Stephans Eck (das nur außen so heißt – in der Speisekarte steht Stephan‘s Eck mit mittlerweile zulässigem, aber noch immer komplett bescheuerten Deppenapostroph) eröffnet erst morgen neu. Heute waren wir die ersten Gäste – inmitten gerade aufgehangener Bilder und im Dunst frischer Farbe. Irgendwie hat das die Organisatorin des Abends hinbekommen.

Typischerweise futtert die BMI-Truppe Schnitzel, und so war es auch geordert – für 9,90 Euro gab es zunächst einen recht leckeren Salat.

Salat

Salat

Nach dem Salat folgte jede Menge kleiner, zarter, in Butter gebratener Schnitzelchen. Dazu gab es wahlweise Jäger- oder Zigeunersauce, beide aus frischen Zutaten hausgemacht. Während die Jägersauce mit ihren frischen Pilzen sehr gut war, hätte die Zigeunersauce gern ein bisschen Bumms vertragen können. Als »seniorenfreundlich« wurde die Zigeunersauce etwas euphemistisch durch einen Teilnehmer beschrieben.

Zu den Schnitzeln gab es leckere Bratkartoffeln oder wahlweise Pommes frîtes, die teilweise sehr wenig gesalzen (gut – kann ja jeder selber salzen) und teilweise etwas wenig knackig waren (nicht so gut).

Angerichtet wurde alles auf Platten und Schüsseln, so dass es zu einem munteren Hin- und Herreichen der einzelnen Gerichtskomponenten kam. Das macht in größeren Gruppen viel mehr Spaß, als wenn jeder seinen eigenen Teller bekommt.

Schnitzel, Pommes, Zigeunersauce

Schnitzel, Pommes, Zigeunersauce

Alles in allem würde ich dem Essen mit einem Zwischending aus einer Eins minus oder Zwei plus bewerten wollen. Da das nicht geht, bleibt es bei der Zwei plus. Der Service hat sich dagegen eine Eins verdient – ein einzelnes Mädel stemmte die gesamte Meute, und sie hat es sogar zuwege gebracht, den Salat zunächst den verstreut sitzenden Damen zu servieren, bevor dann die Herren zu ihrem Recht kamen. Das erlebt man nicht mehr oft, und dafür: Châpeau!

Der doppelte Espresso, den ich zum Nachtisch orderte, war dafür ein totaler Reinfall. Erstens war er sehr, sehr dünn – so als habe man einen einfachen Espresso auf die doppelte Menge gestreckt. Zweitens schmeckte er alt. Die Bohnen waren offenbar zu lange an der Luft. Vielleicht wird hier nicht so oft Espresso ausgeschenkt? Dafür eine glatte Sechs.

Espresso im Stephans Eck

Nachtisch

Doch wer eine deutsche Kneipe nach dem ausgeschenkten Espresso bewertet, macht was falsch – Filterkaffee: An dem dürfte man herummäkeln. Nicht aber, wenn der Espresso kacke ist. Darum lasse ich den mal außen vor.

Das neue Stephans Eck ist zu empfehlen – aber lasst dann doch lieber die Finger vom Espresso.

Erlebniszoo Hannover: Kinderstühle in der Market Hall

Gerade einmal zwei Tage ist es her, dass mir der Tag im Erlebniszoo Hannover versaut worden ist. Das lag daran, dass im Restaurantkomplex der Yukon Bay (der »Market Hall«) zwar Wickeltisch und Baby-Gläschen-Aufwärm-Mikrowelle vorhanden sind, nicht aber Kinderstühle, in denen Anderthalbjährige unter Kontrolle gehalten (alternativ: gefüttert) werden können, während Mama und Papa etwas essen. Wer das ganze Erlebnis im Erlebniszoo lesen mag, der kann das unter diesem Link gerne tun.

Heute um kurz nach 17 Uhr klingelte mein Telefon im Büro – eine Nummer, die ich nicht kannte. Es meldete sich ein Dennis Höller – ein Name, der mir nichts sagte. Das Unternehmen allerdings, für das er anrief – das sagte mir was: Sein Arbeitgeber ist der Zoo Hannover.

Herr Höller teilte mir mit, dass man auf meinen Blogeintrag vom Sonntag aufmerksam geworden sei (Google Alerts machten’s möglich) und man meiner Argumentation komplett folgen könne: Wo Wickeltisch und Babynahrungsmikrowelle seien, da müssen auch Kinderstühle sein. Und darum habe man beschlossen, Kinderstühle für die »Market Hall« zu bestellen. Einfach so.

Da war ich dann doch ein bisschen baff.

Eine halbe Stunde habe ich gebraucht, um mich zu sammeln und zu resümieren: Ich muss nun keinen bitterbösen Brief mehr an die Geschäftsführung des Zoos schreiben, sondern eigentlich eine Art Lobeshymne wegen besonders guten Umgangs mit zwar emotionaler, aber fundierter Kritik. Ich kann doch wieder Jahreskarten für den Zoo kaufen (was ich sonst ohnehin jederzeit empfehlen würde – es lohnt sich einfach). Und ich kann doch wieder mit meinem Sohn in der wunderbaren Yukon Bay einkehren – worauf ich mich besonders freue, wenn die Pinguine wieder in die Yukon Queen zurückgekehrt sind.

Ich freue mich wie Bolle. Danke, Zoo Hannover, für Einsicht und Entschlusskraft. Das ist wirklich klasse.

Aufreger des Tages: Yukon Bay im Zoo Hannover

Mit Frau und Kind war ich heute im Erlebniszoo Hannover. Um 12 wurde der Kleine (etwa anderthalb) quengelig, deshalb sind wir in die Yukon Bay eingekehrt, um zu essen und um ihn anschließend im großzügig dimensionierten und toll ausgestatteten Wickelraum des Restaurantkomplexes (Fischtheke, Salatbuffet, Grillstation, Nudelbar, Sandwichauswahl, Eissalon, Diner und Café) mit einer frischen Windel zu versorgen.

Ich rege mich jetzt noch immer auf, deshalb ganz schnell vorweg: Ich aß Nudeln mit einer Sauce Bolognese, die günstig waren und lecker hätten sein können, wenn ich mich nicht so hätte ärgern müssen. Die Sauce war sogar eine richtige Bolognese, mit Möhren und Sellerie. Aber das ist hier jetzt komplett egal, denn, wie gesagt, ich rege mich auf.

Während meine Frau das mitgebrachte Essen des Sohnemanns in der eigens dafür vorgesehenen, frei zugänglichen Mikrowelle erwärmen ging, suchte ich mit dem Knirps auf dem Arm nach einem Kinderstuhl. Ich fand keinen. Auch der Blick anderer Eltern schweifte rätselnd umher. Schließlich fragte ich ein vielleicht 20-jähriges Mädel vom Service, wo ich denn einen Kinderstuhl finden könnte. Ihre Antwort: »Es gibt keinen.« Da muss ich ganz schön perplex geguckt haben, denn sie zuckte entschuldigend mit den Schultern und fügte hinzu: »Das Familienrestaurant im Zoo ist das Mullewupp. Da gibt es Kinderstühle.«

Moment mal. Das Familienrestaurant im Erlebniszoo Hannover ist das Mullewupp? Das ist doch Schwachsinn! Denn wenn das so ist, warum gibt es dann im Restaurantkomplex der Yukon Bay einen Wickelraum und eine Mikrowelle – offenbar doch wohl für Babys und Kleinkinder? Warum also gibt es nicht auch Stühlchen, wie es sie in jeder Kaschemme an der Autobahn gibt? Zu teuer in der Anschaffung oder was?

Tut mir Leid, sagte der Blick der Servicekraft. »Wir finden das auch total bescheuert. Die Gäste laden ihren Ärger über die fehlenden Stühle jeden Tag bei uns ab, und wir geben das immer weiter, aber es ändert sich nichts. Die Geschäftsführung will es so.«

Dieser Geschäftsführung werde ich – ergänzend zu diesem Beitrag hier – einen Brief schreiben. Die sollte sich mal in die Restaurants der Yukon Bay setzen und gucken, ob ihre Festlegung auf das Mullewupp als einziges »Familienrestaurant« des Zoos nicht gänzlich an der Realität vorbeigeht. Und vielleicht sollte sie auch erläutern, was genau ein »Familienrestaurant« überhaupt sein soll. Vielleicht mit einer sinnvollen Erläuterung, weshalb die anderen Restaurants im Zoo nicht auch Familienrestaurants sein können.

Dieses Erlebnis im angeblich familienfreundlichen Erlebniszoo Hannover hat meiner Frau und mir so dermaßen die Laune verhagelt, dass wir nach dem Essen und Wickeln auf dem direkten Wege den Zoo verlassen haben. Ob wir uns in der nächsten Saison noch einmal je eine Jahreskarte kaufen werden, ist eher unwahrscheinlich. Willkommen scheint unsere Familie trotz der exorbitanten Preise des Zoos ja nicht gerade zu sein.

Überbackenes Gyros im Bacchus V

Mein Praktikant hatt Bock auf griechisches Essen. Der einzige Grieche im fußläufig erreichbaren Zentrum Hannovers ist das Bacchus V in der Nordmannpassage, zwischen Kurt-Schumacher-Straße und Steintor. Wir gingen hin und schlemmten uns satt.

Als Vorspeise wählten wir ein Saganaki, das wir uns teilten. Saganaki ist in der Pfanne mit Olivenöl gebratener und mit Zitrone gereichter Schafskäse. Gelegentlich ist der Käse mit Zwiebelringen und Oliven belegt und in jedem Fall eine Delikatesse. Dieses Machwerk hingegen war ein paniertes, frittiertes Ding, ganz ohne Ähnlichkeit zum griechischen Vorspeisenklassiker. Dermaßen enttäuscht hatte mich dieses Restaurant noch nie.

Als Hauptgericht wählte ich überbackenes Gyros in Tomatensauce mit einem Tomatenreisbällchen.

Abgesehen von der schieren Größe der Portionen (mein Praktikant hat sein Gyros-Bandnudel-Pfännchen nicht geschafft) gibt es wenig von dem Gericht zu erzählen: Gyros mit irgendeinem geschmacksneutralen Scheibenkäse überbacken, eine leicht säuerliche Sauce und ein gigantisches, etwas schleimiges Reisbällchen halt.

In diesem Restaurant habe ich schon deutlich besser gegessen.

Überbackenes Gyros im Bacchus V, Hannover

Überbackenes Gyros im Bacchus V, Hannover

Ravioli bei ecco Feinkost

Heute Mittag hatte ich einen Termin bei einem Kunden, dessen Räumlichkeiten oberhalb der Galerie Luise in Hannovers Innenstadt thronen. Nachdem meine Ansprechpartnerin und ich mit dem fachlichen Teil durch waren, entschieden wir, noch einen Happen essen zu gehen. Wir gingen ins ecco, das den Seiteneingang zur Galerie flankiert und das zur Mittagszeit proppevoll war. Wir fanden dennoch ein Plätzchen.

Während das Ambiente des ecco eher etepetete und schickimicki ist, ist das Essen fulminant. Ich bestellte mir Ravioli mit einer Ricotta-Spinat-Füllung und einer Sauce aus Butter und Parmesan für insgesamt 7,70 Euro. Da dieses Gericht vegetarisch war, war da auch bestimmt nicht eine einzige Kalorie drin.

Die Ravioli waren perfekt al dente, die Füllung wunderbar. Die geschmolzene Butter und der geriebene Parmesan, der die Nudeltaschen in einer dicken Schicht bedeckte, passten hervorragend dazu. Sehr empfehlenswert!

Einzig der Service ließ ziemlich zu wünschen übrig. Wir sind von insgesamt drei Personen bedient worden, und keine davon schien besonders motiviert zu sein. So saßen wir zu Beginn mehr als fünf Minuten an einem Tisch, auf dem noch die Reste unserer Vorgänger herumstanden. Erst dann erbarmte sich jemand und räumte ab. Wir bekamen unser Essen zu unterschiedlichen Zeitpunkten mit wieder mehr als fünf Minuten Wartezeit dazwischen. Zwischen den beiden Gerichten kam jemand mit einem Lappen und feudelte die Krümel unserer Vorgänger weg. Verbesserungswürdig.

Doch wer über Mankos im Service hinwegsehen kann, bekommt im ecco hervorragende, frisch zubereitete italienische Küche zu absolut fairen Preisen. Und wenn ich mal wieder mittags in der Gegend bin, schau ich da bestimmt auch noch mal hinein.

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Hühnchen-Curry in Kokosmilch im Miss Saigon

Das lässt sich auch ganz prima selbst machen: Ein wenig rote Currypaste, Kokosmilch, Hühnerfleisch, Gemüse, Reis. Schmeckt klasse, und das tut es auch für 4,50 Euro mittags im Asia-Schnellrestaurant “Miss Saigon” in der Kurt-Schumacher-Straße am Steintor.

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Rumpsteak Trocadero

Ich habe die Ehre, einer exklusiven hannoverschen Gemeinschaft anzugehören, die sich einmal im Monat triift, um den Body Mass Index (BMI) zu tunen, sprich: sich einen Spoiler anzufressen. Heute feierte die Gruppe ihr sechsjähriges Bestehen im Trocadero.

Das Trocadero ist ein Laden, der, wenn Hannover ein helles, pulsierendes Zentrum hat, am weitesten davon entfernt ist. Noch hinter dem Zollamt liegt es. Die Küche ist am treffendsten mit “international” umschrieben. Es gibt das gute deutsche Zigeunerschnitzel, einen kasachischen Spieß, Gyros, Djuvec-Reis vom Balkan, Steaks, Ravioli und was sonst noch. Stolz scheint das Haus auf seine Steaks zu sein, die es zum Dauertiefpreis von knapp 12 Euro für 220 g Rumpsteak anbietet. Selbst Filetsteaks kosten nur knapp 17 Euro.

Da die Steaks schon einmal zu diesem Hammerpreis zu haben sind (wie geht das eigentlich?), habe ich mal gleich eines genommen, und zwar das nach Art des Hauses: Rumpsteak, 220 g, geschmolzene Zwiebeln, Kräuterbutter, Pommes frîtes. Dazu gibt es “scharfe Marmelade”, eine Sauce, eher ein Dip, die tatsächlich auf Balkanschärfe kommt, aber nicht unbedingt zu Steak passt.

Mein Steak bestellte ich wie immer medium rare, das ist ziemlich, aber nicht mehr ganz, blutig. In Deutschland ist diese Garstufe zwischen “englisch” und “medium” nicht überall bekannt. Das einzige Mal, dass ich tatsächlich ein perfekt gegrilltes Steak bekommen habe, war im Prachtstück gewesen. Und das gibt es nicht mehr.

Auch das Trocadero hat es nicht hinbekommen. Dennoch war das Steak okay, die Zwiebeln waren spitze und die Pommes schön knusprig, allerdings ein bisschen salzig.

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Der Oberhammer allerdings war der Nachtisch. Für 3,20 Euro gab es ein Riesenstück selbstgemachten Tiramisus. Unfassbar mächtig und unfassbar lecker. Dafür gibt es ausnahmsweise mal ein zweites Bild für das Etablissement.

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Rechtschreibprobleme

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Okay, das Trocadero ist weder deutsche noch englische Küche, aber mal ehrlich …

Currywurst im O’Curry

Bei Xing gibt es eine Hannoversche Currywurst-Gesellschaft, der ich – Wunder was – angehöre. Einmal im Monat trifft man sich zum Mittagessen, futtert Currywurst und fädelt Geschäfte ein.

Heute ging es ins O’Curry unter dem Wurst Basar am Steintor in Hannover.

Die Currywurst war gut, die Sauce hätte erwas mehr Bums vertragen können, aber die Pommes. Die Pommes. Die gingen ü-ber-haupt gar nicht. Wabbelig, schlapp, zu kalt. Vielleicht lag es daran, dass für 80 Leute gleichzeitig Pommes fritiert werden mussten. Aber wirklich zu entschuldigen ist das nicht.

Doch dann war da noch Hilal. Unsere Bedienung. Hübsch, fröhlich, sofort zur Stelle, immer da. Sie wiegt die fiesen Pommes mehr als auf. Danke.

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